Batterierecycling in Europa: Kapazitäten und Stoffströme finden nicht zusammen
September 18th, 2026
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Das Aufkommen an ausgedienten Batterien und Produktionsausschüssen könnte sich bis 2030 global auf über drei Mio. Tonnen mehr als verdoppeln. Für die europäische Recyclingbranche ergibt sich daraus aber keineswegs automatisch ein tragfähiges Geschäft. Auf dem International Congress for Battery Recycling (ICBR) in Berlin wurde letzte Woche vielmehr deutlich, dass die einzelnen Glieder der Wertschöpfungskette nicht im richtigen Umfang und zur richtigen Zeit ineinandergreifen: Während es bereits erhebliche Kapazitäten zur Vorbehandlung gibt, fehlen gesicherte Inputmengen für eine ausreichende Auslastung und vor allem Anlagen für die anschließende Raffination, also die Stufe der eigentlichen Rückgewinnung der wertvollen Metalle. Zugleich verschieben längere Batterielebensdauern und der wachsende Anteil von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) die wirtschaftlichen Grundlagen des Recyclings.
Nach Berechnungen von Christophe Pillot, Direktor des französischen Beratungsunternehmens Avicenne Energy, waren 2025 weltweit mehr als 1,4 Mio. Tonnen Batteriematerial für das Recycling verfügbar. Davon entfielen rund 975.000 Tonnen auf Ausschüsse aus der Zell- und Batteriefertigung, die damit 68 Prozent des Aufkommens nach Gewicht ausmachten. Altbatterien trugen rund 460.000 Tonnen bei.
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Source: EUWID | September 2026